Landpartie mit Lars (Paperback)

Die Rad-Kolumnen der Märkischen Allgemeinen Zeitung
MAZ
ISBN/EAN: 9783982267906
Sprache: Deutsch
Umfang: 104
Auflage: 1.
Einband: Paperback
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„Mit 17 hat man noch Träume.“ MAZ-Kolumnist Lars Sittig war zur Wende 17 Jahre alt. Damals hat es kaum einer gewagt, von zwei Meter breiten Asphaltbändern zu träumen, die nur für Radfahrer gebaut werden. Heute gibt es in Brandenburg ein ganzes Wegenetz, das es Naturfreunden ermöglicht, ohne Motorlärm durch Wälder und Felder zu rollen. Viele Leser mussten 2020 auf ihre gewohnten Auslandsreisen verzichten. Es lag also nahe, das Gute in der unmittelbar Heimat zu suchen. Die Märkische Allgemeine ging 2020 mit dem MAZ-Newsletter „Raus aufs Land“ an den Start. Wegen der großen Nachfrage entschied sich Sittig, die Langversionen seiner 14 Touren durch Brandenburg in Buchform herauszubringen. Auf 104 Seiten werden darin Routen vorgeschlagen, die man eher gemütlich oder auch sportlich angehen kann. Die kürzeste beginnt am Bahnhof Werder (Havel) und führt über 26 Kilometer (also in knapp zwei Stunden) über die Insel Töplitz, die Lars Sittig als sein „Hiddensee von Brandenburg“ anpreist. Die längste Route führt über die Landesgrenze „auf Schmugglerpfaden“ nach Mecklenburg – vom Bahnhof Wittstock zum Bahnhof Waren an der Müritz. Vorgeschlagen wird sowohl eine 77 Kilometer wie auch eine 89-Kilometer lange Variante. Mit einer Übernachtung lässt sich daraus eine Zwei-Tagestour machen. Der Reiseführer folgt einer übersichtlichen Gliederung. Mit einem stimmungsvollen Foto und einem Feuilleton, nicht länger als drei Seiten, stimmt der Autor auf die Strecke ein. In Ich-Form schildert er launig die Erlebnisse, die er unterwegs gemacht hat, und fügt auch autobiografische Anekdoten und Bekenntnisse ein. Es folgt eine von MAZ-Bildchef Detlev Scheerbarth angefertigte Karte sowie ein Schnell-Check mit viel praktischem Tacheles über die konkrete Route, den Schwierigkeitsgrad sowie Einkehr- und Bademöglichkeiten. Lars Sittig ist heute 47 Jahre alt, in einem Alter also, in dem er die Vorzüge der Heimat einzuordnen weiß. Der prächtige Sternenhimmel im westlichen Havelland erinnert ihn an eine Reise nach Namibia vor 20 Jahren. „Danach bin ich nicht mehr in den Flieger gestiegen“, schreibt er, „weil der Mensch gut beraten ist, die Luft, die er zum Atmen braucht, nicht durch Triebwerke zu jagen“. Der Potsdamer tritt lieber daheim in die Fahrradpedalen statt „der Mutter Erde vors Schienbein“. Angesichts der hohen Temperaturen im August notierte er: „Ich wünsche mir, dass in der Tagesschau täglich die Klimadaten der Erde laufen statt der Börsenkurs. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.“